Auf vielen Regaletiketten steht der Grundpreis kleiner gedruckt, meist rechts oder unterhalb des Gesamtpreises. Achten Sie auf die Einheit, denn 100 Gramm und 1 Kilogramm sind nicht austauschbar. Wenn verschiedene Einheiten nebeneinanderstehen, rechnen Sie konsequent in eine Zielbasis um. Nach wenigen Einkäufen entsteht ein Gefühl dafür, welche Zahl wirklich günstig ist, wodurch spontane Fehlkäufe seltener werden und Sie planvoller zugreifen.
Großpackungen wirken sparsam, doch Konfektionskosten, Markenaufschläge oder Bequemlichkeitsfaktoren können den Grundpreis erhöhen. Beispiel: 500 Gramm Nudeln zu 0,99 Euro (1,98 Euro/kg) schlagen eine 250-Gramm-Premiumvariante zu 1,39 Euro (5,56 Euro/kg) deutlich. Umgekehrt können Aktionsgrößen echte Vorteile bringen. Prüfen Sie auch Verderb: Unverbrauchte Reste treiben den effektiven Preis nach oben, selbst wenn der Grundpreis niedrig schien.
Die Preisangabenverordnung verpflichtet Händler, bei den meisten Waren den Grundpreis auszuzeichnen, oft bezogen auf 1 Kilogramm oder 1 Liter, manchmal auf 100 Gramm oder 100 Milliliter. Frischetheken, lose Ware oder sehr kleine Packungen haben Besonderheiten. Kennen Sie diese Regeln, erkennen Sie fehlende Angaben schneller, fordern Transparenz ein und vergleichen Produkte fairer. So entsteht Selbstsicherheit, auch wenn Märkte unterschiedliche Etikettierstile verwenden.